Die Antarktis gehört zu den eindrucksvollsten und abgelegensten Landschaften unseres Planeten. Gewaltige Eisberge, große Pinguinkolonien, Wale und eine nahezu unwirkliche Weite machen diese Region zu einem der faszinierendsten Reiseziele der Welt.
Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit der Frage, wie sich eine Antarktisreise so gestalten lässt, dass nicht Größe und Geschwindigkeit im Vordergrund stehen, sondern Zeit, Ruhe, Nähe zur Natur und intensive fotografische Möglichkeiten. Mit einem kleinen Expeditionsschiff und einer bewusst überschaubaren Gruppe von maximal 16 Teilnehmern wird genau diese Art von Reise möglich. Dank Fly-&-Fly-Format ab Punta Arenas umgehen wir zudem die berüchtigte Drake Passage und gewinnen wertvolle Zeit in der Antarktis selbst.
Im Unterschied zu klassischen Expeditionskreuzfahrten erlaubt dieses Format ein deutlich persönlicheres und fotografisch intensiveres Erlebnis mit viel Zeit für Zodiacfahrten, Landungen und Naturbeobachtungen in kleiner Runde.
Nach der ausgebuchten Premiere im Januar 2027 freue ich mich, die Fotoexpedition Antarktis 2028 nun offiziell anzukündigen. Die ersten Plätze sind bereits vergeben.
King George Island
Der Auftakt unserer Expedition: King George Island beherbergt nicht nur mehrere internationale Forschungsstationen, sondern empfängt uns gleich mit dem ersten Vorgeschmack auf die Tierwelt der Antarktis – Seevögel in großer Zahl sowie Seelöwen und Robben.
Half Moon Island
Die halbmondförmige Silhouette dieser Insel ist nur der Anfang. Was uns hier erwartet, sind die eigentlichen Bewohner der Antarktis: Zügelpinguine, See-Elefanten, Pelzrobben und die majestätischen Riesensturmvögel. Moosbedeckte Hänge verleihen der Landschaft eine überraschend sanfte Note.
Deception Island
Wir ankern im Inneren eines aktiven Vulkankraters – allein das ist ein Satz, den man erst einmal sacken lassen muss. Schwarze Sandstrände, dampfende heiße Quellen und die größte Zügelpinguinkolonie der Region machen Deception Island zu einem der unvergesslichsten Orte dieser Reise.
Trinity Island
Riesige Eisberge, dramatische Küsten, natürliche Felsbögen – und wir mittendrin im Schlauchboot. Trinity Island bietet Landschaftsfotografie in ihrer reinsten Form, belebt von Walen, Pinguinen und Seevögeln, die die Szenerie bevölkern.
Enterprise Island
Vor der Kulisse eines versunkenen Schiffswracks halten wir Ausschau nach einem der seltensten Naturschauspiele: dem Bubble-Net-Feeding der Buckelwale. Buckelwale wurden hier schon mehrfach dabei beobachtet. Ob wir es erleben werden, liegt nicht in unseren Händen – aber allein die Möglichkeit macht diesen Moment besonders.
Orne Harbour
Ein Aufstieg, der sich lohnt: Nach einer kurzen Wanderung auf den Hügel öffnet sich ein Panorama, das die Antarktis in ihrer ganzen Weite zeigt – Inselwelten, eisgefüllte Buchten und der Horizont, so weit das Auge reicht.
Cuverville Island
Steile Felsklippen, eine Bucht voller Eisberge – und vielleicht eine Robbe, die sich auf einer Eisscholle in der Wintersonne räkelt. Cuverville Island hat diese ruhige, fast meditative Qualität, die sich in Bildern festhalten, aber kaum beschreiben lässt.
Neko Harbor
Wir stehen direkt vor einem riesigen Gletscher. Wenn er kalbt, ist das kein stiller Moment – Eis bricht, Wasser brodelt, die Luft vibriert. Neko Harbor erinnert uns daran, dass die Antarktis kein Museum ist, sondern eine lebendige, sich ständig verändernde Welt.
Lemaire Channel
Der Lemaire Kanal ist einer jener Orte, für die man keine Worte findet und instinktiv zur Kamera greift. Die schmale Passage zwischen der Booth Insel und dem antarktischen Festland wird von vierhundert Meter hohen Felswänden gesäumt, die senkrecht aus dem Wasser ragen. Buckelwale und Orcas sind hier häufige Begleiter. Einer der großen Momente dieser Expedition.
11-tägige Fotoexpedition auf einem Segelschiff in geteilten Kabinen (Doppel- oder Dreibett)
Flüge Punta Arenas - King George Island - Punta Arenas
jeweils eine Hotelübernachtung in Punta Arenas am Anfang und am Ende der Reise
tägliche Fahrten mit dem Zodiac bzw. Landgänge je nach Wetterlage
individuelle Betreuung durch einen professionellen Reise- und Naturfotografen
zusätzliche Betreuung durch örtliche Reiseleiter während des gesamten Aufenthaltes (englischsprachig)
alle Mahlzeiten während der Schiffsreise (Vollpension)
Eintrittsgelder für Nationalparks
Kundengeldabsicherung nach deutschem Reiserecht
internationaler Flug nach Chile und zurück
persönliche Reiseversicherungen (Auslandskrankenversicherung, Gepäck, Fotoausrüstung, etc.)
Trinkgelder für Schiffscrew
Zu dieser Fotoreise liegt uns noch keine Rückmeldung vor. Lesen Sie gerne das Feedback anderer Reisen.
Expeditionsaufnahmen: Kristina Makeeva – Natur- und Landschaftsfotografie: Alamy
Tag 1
Unser Antarktisabenteuer beginnt in Punta Arenas – einer Stadt am Ende der Welt, die manchen von unseren Patagonien-Expeditionen bereits vertraut ist. Die Magellanstraße, der raue Wind, das besondere Licht des tiefen Südens: Hier spürt man bereits, dass der eigentliche Aufbruch bereits begonnen hat. Wir verbringen die Nacht im Hotel und bereiten uns auf den nächsten Schritt vor – dem letzten Kontinent entgegen.
Die Antarktis hat ihren eigenen Rhythmus – und der beginnt bereits in Punta Arenas. Wir empfehlen deshalb, spätestens zwei Tage früher in Punta Arenas anzureisen – als sinnvollen Puffer für den Fall, dass euer internationaler Flug sich verspätet oder Gepäck nachkommt. Eine zusätzliche Hotelübernachtung organisieren wir gerne für euch.
Auch der Charterflug nach King George Island ist wetterabhängig und kann sich kurzfristig verschieben. Plant euren Heimflug daher nicht zu knapp – und stimmt eure gesamte An- und Abreise in jedem Fall vorab mit uns ab.
Tag 2
Mit dem Direktflug von Punta Arenas verlassen wir die bewohnte Welt – unser Ziel ist King George Island, der nördlichste Vorposten der Antarktis, wo unser Schoner bereits auf uns wartet. Neben mehreren internationalen Forschungsstationen empfängt uns hier eine erste Kostprobe der antarktischen Tierwelt: Seelöwen, Robben, Albatrosse, Kormorane und Raubmöwen. Das Thermometer zeigt selten unter -7 Grad – für den einen oder anderen vielleicht ein tröstlicher Gedanke. Am Abend stechen wir das erste Mal in See.

Tag 3
Heute lassen wir die letzten Spuren der Zivilisation hinter uns. Mit dem Ablegen beginnt der eigentliche Expeditionsteil unserer Reise – und damit auch die Freiheit, die unser exklusiv gecharteter Schoner ermöglicht. Gemeinsam mit dem Kapitän entscheiden wir täglich neu: welche Buchten wir ansteuern, wo wir ankern, wie lange wir bleiben. Grundlage sind die aktuellen Eisberichte, die Lichtverhältnisse – und das Gespür für den richtigen Moment. Die Touristenpfade liegen ab jetzt hinter uns.
Tag 4
Unser erster Ankerplatz ist Yankee Harbour – eine Küstenlinie aus Kieselsteinen, gesäumt von Kolonien neugieriger Eselspinguine, See-Elefanten und Pelzrobben. Die Unberührtheit dieses Naturschutzgebietes ist spürbar. Weiter geht es zur halbmondförmigen Halfmoon Island, wo uns Zügelpinguine, See-Elefanten und die majestätischen Riesensturmvögel erwarten. Moosbedeckte Hänge und eine fast unwirkliche Atmosphäre machen Halfmoon Island zu einem Ort, dessen Stille sich einprägt.
Tag 5
Der Morgen beginnt an einem der ungewöhnlichsten Ankerplätze der Welt: Wir liegen in der gefluteten Caldeira eines aktiven Vulkans. Schwarze Sandstrände, dampfende heiße Quellen und die Überreste einer alten Walfängerstation prägen diese Szenerie von fast unwirklicher Schönheit. Die Hufeisenform der Insel bietet dabei natürlichen Schutz vor Wind und Wetter. Auf der Außenseite wartet Bailey Head mit der größten Zügelpinguin-Kolonie der Antarktis. Das Anlanden ist wetterabhängig und erfordert ruhige See – sollten es die Bedingungen erlauben, lassen wir uns dieses Erlebnis nicht entgehen.
Tag 6
Trinity Island empfängt uns mit riesigen Eisbergen, dramatischen Klippen und einer Stille, die man kaum für möglich hält. Wir erkunden die Buchten ausgiebig mit dem Zodiac, suchen nach ungewöhnlich geformten Eisbergen und fahren durch natürliche Felsbögen, die Jahrtausende Wind und Wasser geformt haben. Das nährstoffreiche Wasser zieht Wale an die Oberfläche, während Pinguine, Sturmvögel und Seevögel die Klippen bevölkern. Wer keinen Zeitdruck hat, findet hier Motive, die sich nicht aufdrängen, sondern sich zeigen. Unser Schoner zwischen Eisbergen und wilden Felswänden ist dabei ein Motiv für sich.
Tag 7
Wir ankern neben einem havarierten Schiff vor Enterprise Island – ein stiller Zeuge vergangener Expeditionen, der die Szenerie mit einer eigentümlichen Atmosphäre auflädt. Der Tag gehört der Tierwelt. Diese Gewässer zählen zu den beobachteten Orten für das seltene Bubble-Net-Feeding: Mehrere Buckelwale arbeiten dabei zusammen, treiben Krill mit aufsteigenden Blasen an die Oberfläche und durchbrechen sie dann gemeinsam mit weit geöffneten Mäulern. Ein seltenes Schauspiel, das wir mit etwas Geduld und Glück festhalten können. Beides haben wir hier.
Tag 8
Ein langer, reicher Tag erwartet uns. In Orne Harbour gehen wir an Land und wandern einen Hügel hinauf – der Aufstieg lohnt sich: Von oben öffnet sich ein weites Panorama über eisberggesäumte Buchten, in der Tiefe Wale und Robben. Eselspinguine begleiten uns, und wer aufmerksam ist, entdeckt die außergewöhnlichen Leucocarbos, eine der faszinierendsten Vogelarten der Antarktis. Weiter geht es nach Cuverville Island, wo steile Klippen auf eine eisbergreiche Bucht treffen und Robben träge auf Eisschollen dösen. Den Abschluss macht Neko Harbour. Wir ankern im Angesicht eines gewaltigen Gletschers. Sollten wir erleben, wie er kalbt, hält man unwillkürlich den Atem an.
Tag 9
Der Lemaire Kanal gehört zu den großen Momenten dieser Expedition. Wir segeln durch eine schmale Passage zwischen Booth Island und dem antarktischen Festland, flankiert von Felswänden, die sich vierhundert Meter aus dem Wasser erheben. An der engsten Stelle trennen sie nur dreihundert Meter. Die Stille hier ist von besonderer Qualität. Buckelwale und Orcas suchen diese Gewässer regelmäßig auf, und wir nehmen uns die Zeit, die dieser Ort verdient. Anschließend erreichen wir Yalour Island, eine Gruppe felsiger Inseln nahe der Vernadsky Forschungsstation und einer der wenigen Orte der Antarktis mit einer Kolonie von Adeliepinguinen. Eisberge und Eisschollen, auf denen Robben ruhen, umgeben uns. Hier haben wir den südlichsten Punkt unserer Expedition erreicht.
Tag 10
Port Lockroy empfängt uns mit einem charmanten Stück Geschichte: Der ehemalige Walfängerhafen wurde später als britische Antarktisforschungsstation genutzt und beherbergt heute die südlichste Poststation der Welt. Wer möchte, kann hier eine Postkarte aufgeben – sie wird ankommen, irgendwann, aus dem Ende der Welt. Nach diesem letzten Ausflug nehmen wir Kurs auf King George Island und treten den Rückweg an.
Tag 11
Der Rückweg nach King George Island bietet uns einen letzten wertvollen Puffer – für eine spontane Anlandung, die sich noch ergibt, oder für ausgiebige Bildbesprechungen an Bord. Die Bellingshausen Forschungsstation kommt wieder in Sichtweite. Ein guter Moment, um die vergangenen Tage Revue passieren zu lassen – und die Eindrücke zu sortieren, bevor die Expedition zu Ende geht.
Tag 12
Mit dem Charterflug zurück nach Punta Arenas endet heute unsere Expedition. Im Gepäck: Bilder, die man so nicht plant, und Erlebnisse, die nachwirken. Die Drake Passage überqueren wir erneut auf dem Luftweg – trocken, ausgeruht und mit einem letzten Blick auf den weißen Kontinent, der sich langsam unter uns verliert.
Übernachtung im Hotel in Punta Arenas.
Wichtige Hinweise:
Die Antarktis ist eine der entlegensten und anspruchsvollsten Regionen der Welt. Wetter, Eis und Sicherheit bestimmen den Rhythmus dieser Expedition – Routen, Anlandungen und Flugverbindungen können sich jederzeit ändern. Wer das versteht und annimmt, wird mit einer Reise belohnt, die keine andere ersetzen kann.
Da wir das Schiff exklusiv chartern, genießen wir eine Flexibilität, die auf großen Expeditionsschiffen undenkbar wäre. Der beschriebene Reiseverlauf ist unsere Wunschliste – die finale Entscheidung über den täglichen Kurs trifft der Kapitän in enger Abstimmung mit der Expeditionsleitung, stets mit dem Ziel, die besten Lichtverhältnisse und Tierbeobachtungen unter Berücksichtigung von Sicherheit und Eisbedingungen zu finden.
Zusatzoption in Planung:
Die lange Anreise lässt sich optimal nutzen: Wir arbeiten derzeit an einem optionalen Zusatzprogramm im Torres del Paine Nationalpark. Patagonien ist eine der eindrucksvollsten Destinationen für Landschaftsfotografie weltweit – und die perfekte Ergänzung zur Antarktis-Expedition. Details zu Dauer, Ablauf und Preis befinden sich noch in finaler Abstimmung. Wer Interesse hat, kann sich bereits jetzt unverbindlich bei uns melden.
Das ultimative Traumreiseziel von Naturfotografen liegt ganz weit im Süden! Die Antarktis lockt mit unberührten Landschaften, absoluter Einsamkeit und einer Stille, die man längst vergessen hat. Die Natur zeigt sich in ihrer reinsten, unverfälschten Form. Mit einem Schoner gleiten wir lautlos vorbei an den faszinierenden Bergwelten aus Eis und Schnee und fotografieren auch die einzigartige Tierwelt des weißen Kontinents – von verspielten Pinguinkolonien bis zu majestätischen Walen in eiskalten Gewässern. Mehr Abenteuer geht nicht!
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Fernab jeder Zivilisation, wo gewaltige Gletscher ins Meer kalben und die Stille nur vom Atem der Wale durchbrochen wird: Svalbard ist der Inbegriff ungezähmter Wildnis. Mit unserer Segelyacht gleiten wir lautlos durch eisige Fjorde, immer auf der Pirsch nach dem perfekten Moment – dem Eisbären am Horizont, dem dramatischen Licht der Arktis, der Magie einer Welt ungezähmter Wildnis.
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